Gute und vielversprechende Programme

Was ist ein ‚erfolgreiches Programm’ bzw ‚good practice’ oder ’promising practice’?

Wie definieren wir, was Programme ‚erfolgreich’ macht? Es gibt keine allgemein anerkannte Definition für ‚best practice’.  Wie jedoch die Definitionen weiter unten zeigen, ist es eine Vorgehensweise, die nach einer strengen Prüfung erwiesenermaßen erfolgreich war, Wirkungen hatte und reproduziert werden kann.

* Bevölkerungsfonds der Vereinten Nationen (UNFPA): Das UNFPA-Glossar zu Monitoring und Evaluierung definiert bewährte Praktiken (best practices) „al’s Planungs- oder Arbeitspraktiken, die sich unter bestimmten Umständen als erfolgreich erwiesen haben und die genutzt werden um zu zeigen, was funktioniert und was nicht, und um Wissen zu sammeln und anzuwenden, wie und warum sie in unterschiedlichen Situationen und Kontexten funktionieren“. [Siehe Glossary of Monitoring and Evaluation Terms].

* UNESCO: Die UNESCO beschreibt bewährte Praktiken als Praktiken mit vier gemeinsamen Wesenszügen: „Sie sind innovativ, sie verändern etwas, sie haben eine nachhaltige Wirkung und sie sind potenziell reproduzierbar und können als Vorlage für Initiativen in anderen Bereichen dienen.“ [Siehe Successful Projects Related to Poverty and Social Exclusion].

* Advance Africa: Das Projekt Advance Africa, das von USAID gefördert wurde, um bewährte Praktiken zu sammeln und weiterzugeben, erklärt: „Eine bewährte Praxis ist eine spezielle Handlung oder eine Reihe von Handlungen, die sich in quantitativer und qualitativer Hinsicht als erfolgreich erweist und gleichzeitig reproduzierbar ist und angepasst und übertragen werden kann. Bewährte Praktiken stellen den ‚Goldstandard‘ an Aktivitäten und Tools dar, die genutzt werden können, um Programmziele zu unterstützen.“ [Siehe Best Practices Compendium].

Im Unterschied dazu wird der Begriff „Promising Practice “ (Erfolg versprechende Praxis) verwendet, um Methoden und Ansätze zu beschreiben, die nicht unbedingt mehrfache externe Evaluierungen oder Wiederholungen in unterschiedlichen Kontexten durchlaufen haben. Sie haben jedoch Ergebnisse gezeitigt und bieten Anregungen, was in einer gegebenen Situation am besten funktioniert. Oftmals beinhalten sie in einem Abschnitt „Lessons learnt“ Beispiele, wie man etwas nicht machen sollte.

Literaturhinweise:

1. Sacket DL, Rosenberg WMC, Gray JAM, Haynes RB, Richardson WS. Evidence-based medicine: what it is and what it isn't. BMJ 1996; 312:71-72.
2. Knowledge for Health Project, The Johns Hopkins Bloomberg School of Public Health, Center for Communication Programs (CCP), Family Health International(FHI), Management Sciences for Health (MSH), http://info.k4health.org/practices.shtml

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