Aus der Schusslinie - Deutsche Unterstützung für Länder zur Schadensminderung injizierenden Drogenkonsums und von HIV


Verfasser: James Boothroyd
Fachaufsicht: Patricia Kramarz
Peer Review durch Jürgen Klee (LaStrada Drogenhilfe & Prävention) - [erste Fassung] und Susanne Schardt, unabhängige Beraterin [endgültige Fassung]
Herausgegeben von der Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH, Oktober 2009 (diese Fassung Januar 2011)

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Kurzfassung - Englisch (4 S. 959 kB)
Langfassung - Englisch (28 S. 2.0 MB)
Проект «Уменьшение вероятности причинения ущерба»
Kurzfassung - Russisch (8 S, 795 kB)
Langfassung - Russisch (36 S. 1.9 MB) (Neu)

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Opioidsubstitutionstherapie in Nepal

Ein Ansatz zur HIV-Prävention und zu weiteren gesellschaftlichen Vorteilen besteht darin, die Schäden des Drogenkonsums, eines der Hauptübertragungswege für HIV, der für circa 30% aller HIV-Neuinfektionen außerhalb Afrikas südlich der Sahara verantwortlich ist, zu mindern. Zu den Maßnahmen der Schadensminderung gehören der einfache (niederschwellige) Zugang zu sterilem Drogenzubehör und Kontaktzentren, Drogenkonsumräume und Kliniken für ärztlich betreute Substitutionstherapie (mit Methadon oder Buprenorphin); sie haben Deutschland und anderen Ländern geholfen, Ausbrüche von HIV und anderen Infektionskrankheiten zu bekämpfen.

Dieser Bericht bietet einen aktuellen Überblick über die kontroverse internationale Diskussion zu diesem Thema und beschreibt Projekte, die von der deutschen Entwicklungszusammenarbeit (über die GIZ) in fünf Ländern unterstützt werden und sich darum bemühen, die schwer wiegenden persönlichen, sozialen und wirtschaftlichen Auswirkungen illegalen Drogenkonsums und der HIV-Epidemie zu verringern.

Während die UN-Suchtstoffkommission für einen ausgewogenen Ansatz von Verringerung der Nachfrage und des Angebots von Drogen eintritt, sprechen die Vereinten Nationen in diesem Punkt nicht mit einer Stimme: Viele Länder setzen nach wie vor auf Strafverfolgung und die Kriminalisierung des Drogenkonsums. Diese Haltung steht umfassenden Erkenntnissen entgegen, die zeigen, dass repressive Maßnahmen allein ineffizient wenn nicht gar kontraproduktiv sind: Sie kontrollieren weder das Angebot noch die Nachfrage auf den illegalen Drogenmärkten und treiben darüber hinaus Drogenkonsumenten in den Untergrund, was die Präventionsarbeit erschwert. Deutschland ist daher einer der führenden Verfechter der Nachfrageverringerung nach Drogen und des Schadensminderungs-Ansatzes und bemüht sich, eine tatsachen- statt einer ideologiegeleiteten Politik voranzutreiben.

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